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Auf dem Goodwood Festival of Speed zeigen FutureLab und Roborace die Zukunft

Privatleben und Mobilität

Raven Brookes

Raven Brookes

31.07.2019

       

Jeder, der mit der Automobilindustrie und insbesondere dem Motorsport vertraut ist, kennt die Bedeutung der legendären Goodwood-Rennstrecke. Das Festival of Speed findet seit Anfang der 90er Jahre statt und hatte dieses Jahr eine Besonderheit mehr zu bieten: Im Juli nahmen erstmals auch Roboter als Fahrer teil!

 

In Zusammenarbeit mit RoboRace, der weltweit ersten Rennserie für Menschen und künstliche Intelligenz, organisierte Goodwood das größte Treffen von Experten zum autonomen Fahren, die bei einer Motorsportveranstaltung zusammenkommen. Das Treffen war speziell darauf ausgerichtet, die Öffentlichkeit für den autonomen Motorsport zu begeistern.


Darüber hinaus wurde mit FutureLab ein eigenes kleines Festival in das Goodwood-Festival integriert, das den Besuchern von Goodwood Innovationen rund um das Thema autonomes Fahren vorstellte.

Über 100.000 Zuschauer sahen die beiden völlig autonomen RoboRace-Autos - DevBot und DevBot 2, die am legendären Goodwood Hill Climbing an den Start gingen.  

 

Vertreter von Autogiganten wie Porsche, Nissan und McLaren haben sich bereits mit Technologieunternehmen wie Zenzic, BAE Systems und Arrival zusammengesetzt. Der Grund: Automobilhersteller und Technologieunternehmen wissen genau, dass die gleiche Technologie, die dafür verantwortlich ist, dass Fahrzeuge wie der DevBot auf der Rennstrecke autonom ihre Runden drehen können, eines Tages auch auf öffentlichen Straßen eingesetzt wird.


2025AD war dabei, und hat neben einigen Sonnenstrahlen vor allem Eindrücke sammeln können.


Das haben wir herausgefunden:

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Der "Motorsport-Effekt" treibt Entwicklungen voran

 

Motorsport beeinflusst alles, was mit dem gewerblichen und privaten Fahren zu tun hat. Sobald eine neue Technologie auf der Rennstrecke zum Einsatz kommt und sich anschließend als sicher und effektiv erweist, wird sie kurz darauf in den öffentlichen Straßenverkehr integriert.

 

Daher sollte das Festival die Öffentlichkeit auch nicht nur begeistern, unterhalten und informieren, sondern der Aufklärung dienen und einen aktuellen Überblick über den Technologiestand selbstfahrender Autos liefern. Sowohl RoboRace als auch Goodwood wollten der Welt zeigen, wie real selbstfahrende Autos und autonome Technologie bereits sind, und in welch greifbarer Nähe sich der sichere Einsatz auf unseren Straßen befindet.

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Vision Zero: Unfallfreies Fahren dank Innovationen

 

Abgesehen von der Gesetzgebung und der Infrastruktur wird allgemein davon ausgegangen, dass die Sicherheit das letzte Puzzleteil des autonomen Fahrens ist. Und obwohl sich die Technologie als sicher erwiesen hat, hat sie noch kein öffentliches Vertrauen gewonnen.

 

RoboRace bekennt sich zu dem Ziel, durch autonome Technologien die Emissionen und die Anzahl der Verkehrstoten auf null zu senken. Während die Emissionsfreiheit bereits als Standard für autonome Technologien gilt, da diese überwiegend elektrifiziert sind, ist die Reduzierung der Todesfälle auf null nach wie vor das oberste Ziel, auch genannt die "Mission Zero".

 

Verkehrsunfälle und Verkehrstote sind nach wie vor ein großes globales Problem, jährlich verlieren 1,25 Millionen Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Das sind mehr als 3.000 Verkehrstote pro Tag. 93 Prozent dieser tödlichen Unfälle finden in Ländern mit niedrigem Einkommen statt, was im Umkehrschluss bedeutet, dass autonome Technologien kosteneffizient sein müssen, um die richtige Wirkung zu erzielen. Darauf arbeiten viele Automobiltechnik-Unternehmen sorgfältig hin. Dazu gehört auch Continental, das seine eigene "Vision Zero" verfolgt. Das Ziel von Continental sind Straßen, die frei von Todesfällen, Verletzungen und Unfällen aller Art sind.

 

Autonomer Rennsport und E-Sport verschmelzen.

 

Wie die Ingenieure von RoboRace erklärten, sind die DevBots so gebaut, dass sie in der realen und in der digitalen Welt Rennen fahren können – und das gleichzeitig. Auch hierin liegt ein langfristiges Ziel von RoboRace: Motorsport und E-Sport zusammenzubringen und damit einen Meilenstein für das autonome Fahren zu setzen.

 

RoboRace und FutureLab denken dabei an intelligente Arenen, die auf dem Gelände von Motorsportveranstaltungen platziert werden und autonomes Fahren in der realen und virtuellen Welt kombinieren und ein völlig neues Unterhaltungserlebnis bieten.

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Schluss mit „Festival of Speed“: Goodwood ist das “Festival of Technology”.

 

Goodwood entwickelte sich in den letzten Jahren weiter. Weg von einem reinen Festival der Geschwindigkeit - oder gar der Autos. Und hin zu einem Festival, beim dem die Technologie mehr und mehr in den Mittelpunkt rückt. So präsentierten auf dem FutureLab mehrere Technologie- und Automobilunternehmen, ihre autonomen Fahrzeuge, und stellten Projekte und Entwicklungen aus.

 

Das übergeordnete Thema war nicht, wie Maschinen den Menschen ersetzen, sondern wie Menschen und Roboter im virtuellen Zeitalter zusammenarbeiten werden. Neben medizinischen Fortschritten und der Erkundung des virtuellen Raums über VR-Headsets stellte FutureLab Visionen von sauberen Städten vor, die durch klimaneutrale Droiden versorgt werden – fast zu schön um wahr zu sein.  

 

Bei RoboRace stand eine Präsentation im Mittelpunkt, die Einblicke in die Interaktion von Mensch und Roboter liefert. Die Präsentation gab auch einen Ausblick darauf, wie Meet & Greets im Goodwood Fahrerlager in den kommenden Jahren aussehen könnten: Ingenieure werden zu kleinen Stars und bekommen auch etwas von dem Glamour und der Aufmerksamkeit ab, die Rennfahrer heutzutage entgegengebracht wird.

 

Autonomes Fahren: Vertrauen ist das Zauberwort.

 

Der Motorsport treibt die Zukunft voran. Denn der Wettbewerb weckt Phantasien, überwindet Grenzen und setzt neue Maßstäbe. Damit sich die Öffentlichkeit aber voll und ganz damit identifizieren kann, muss sie darauf vertrauen können, dass neue Technologie sicher ist und Spaß macht. Das gilt insbesondere für langjährige Motorsportfans, die ein wenig "Action" auf der Rennstrecke gewohnt sind.

 

Das bedeutet, dass eine gewisse Erwartungshaltung an die Leistung und Performance der autonomen Rennwagen erfüllt werden muss, wobei die Öffentlichkeit gleichzeitig erwartet, dass selbstfahrende Autos Kollisionen unter allen Umständen vermeiden. Dies wird von menschlichen Fahrern auch erwartet und die meisten Vorschriften und Regeln des Sports unterstützen den Grundsatz der Kollisionsvermeidung zusätzlich.

 

Dank der Schönheit der Technologie selbstfahrender Autos kann der autonome Motorsport trotz mangelnder Unberechenbarkeit durch menschliche Fehler und Aktionen dennoch unterhaltsam und spannend sein und viel Action bieten. So kann die Öffentlichkeit auch zukünftig unterhalten werden, während sie gleichzeitig Vertrauen in die Technologie des autonomen Fahrens aufbaut.

 

Und mit dem öffentlichen Vertrauen kommt schlussendlich die wirtschaftliche und private Rentabilität.

 

"Wir versuchen, uns mit der Öffentlichkeit zu verbinden, auf eine Wellenlänge zu kommen. Als der DevBot beim Hill Climbing mitgefahren ist, hatten wir fantastische Zuschauerzahlen. Wir müssen über die Tradition hinausgehen und das autonome Fahren im Wettbewerb vorantreiben", sagt Paul Andrews von RoboRace.

 

Sag uns deine Meinung! Glaubst du, dass der autonome Rennsport die Menschenmassen anziehen und ein Vertrauen in autonomes Fahren aufbauen kann? Oder wird ein Rennwagen immer in rein menschlicher Hand bleiben?

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