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Autonomes Parken: bald Realität oder nur Zukunftstraum?

Technologie und Unternehmen

Phil Brown

Phil Brown

29.06.2020

       

 

Parken ist nicht immer ein leichtes Unterfangen – zur falschen Zeit oder an vollen Straßen und auf engen Parkplätzen kann es ein richtiger Albtraum werden. Ändert sich das durch die Technologien für autonomes Fahren? 

 

In diesem Artikel stellt Phil sich folgende Fragen:  

 

  • Wie finden wir mithilfe von Technologie schneller einen Parkplatz? 
  • Gehören stressige Einparkmanöver damit der Vergangenheit an? 
  • Wie funktioniert automatisiertes Parken und wird es bald Realität? 
  • Wie sieht die Zukunft des Parkens aus? 

 

 

Wie finden wir überhaupt einen Parkplatz?

Wer kennt es nicht: Es ist Samstag, die Straßen sind voll und man ist spät dran. Vor dem angesteuerten Parkhaus wartet bereits eine lange Schlange von Autos. Hätte man das doch nur vorher geahnt! 

 

Für dieses Problem gibt es bereits eine Lösung: die Continental parkpocket App . Die Entwickler von parkpocket haben uns erklärt, wie die App funktioniert und welche Vorteile der Nutzer dadurch hat. 

 

Die parkpocket App arbeitet eng mit Parkhäusern, Tiefgaragen und Parkplätzen in 60 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Mit parkpocket können Autofahrer die Verfügbarkeit und Kosten von Parkplätzen vergleichen und sogar schon vor der Ankunft dort einen Platz buchen. 

 

„Wir wollten ein ähnliches Portal wie Airbnb anbieten, aber eben für Parkplätze. Zuerst haben wir eine Nebenfunktion entwickelt, die einen Vergleich von Straßenparkplätzen und Parkeinrichtungen bot. Das ist nun zu unserem Kerngeschäft geworden“, erklärt der Erfinder der App. 

 

Die App sammelt Daten von Nutzern, die dann an Partner-Parkhäuser und -Parkplätze übermittelt werden. Dadurch kann sie verfügbare Parkplätze in Echtzeit anzeigen, die Kosten für die gewünschte Parkdauer berechnen und dem Autofahrer die Route dorthin direkt anzeigen. Kurz gesagt: Sie nimmt dem Autofahrer den Stress bei der Parkplatzsuche.  

 

„Wir verwenden automatisierte Prozesse, um unsere Daten auf dem neuesten Stand zu halten. So können die Nutzer sich verfügbare Parkplätze in Echtzeit anzeigen lassen. Die Suche nach einem Parkplatz dauert sonst durchschnittlich 10 Minuten und außerdem entstehen 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs durch Autofahrer auf Parkplatzsuche.“ 

 

Wenn wir dagegen wissen, wo ein freier Platz ist und wie wir direkt dorthin kommen, spart uns das Zeit, Benzin und Geld. Die parkpocket App ist bereits in den Stores für Android und iOS erhältlich, sodass sich die Autofahrer schon jetzt selbst von der Zukunft des Parkens überzeugen können. 

Parking app 2025ad
https://www.munich-startup.de/ecosystem/map/parkpocket/

Weniger Stress durch Parkassistenten

Einparken, vor allem parallel und rückwärts, sorgt bei manchem für Schweißausbrüche. Allerdings bekommen wir dabei immer mehr Unterstützung:  

 

Immer häufiger werden in den letzten Jahren Hilfsfunktionen für das Einparken verwendet. Autofahrer möchten effizienter einparken können – vor allem bei schlecht zugänglichen Parkplätzen. Sie wollen sich weniger auf ihre eigene Einschätzung verlassen müssen und stattdessen Hilfe durch die Technik erhalten. Diesem Bedarf haben sich die Entwickler angenommen.  

 

Parkassistenten sind inzwischen eine übliche Funktion in den meisten Automodellen und auch selbstständig einparkende Autos gibt es schon in der Realität. Ob bei einem Spitzenmodell von Mercedes mit hochmodernen Parktronic-Funktionen oder einem Ford Fiesta mit einem aktiven Parkassistenten, der das Steuer übernimmt: Den schwierigsten Teil des Einparkens übernimmt die Einparkhilfe. 

 

Was ist automatisiertes Parken?

Noch einen Schritt weiter geht die Vision für autonomes Parken, die das EU-Projekt  „AUTOPILOT (Automated Driving Progresses by the Internet of Things)“ entwickelt hat. Das „Automated Valet Parking“, der automatische Parkservice des DLR Institute of Transportation Systems, nimmt dem Autofahrer sowohl die Parkplatzsuche ab als auch das oft körperlich anstrengende Einparkmanöver in eine enge Parklücke. 

Automated Valet parking 2025AD
https://www.carsuk.net/mercedes-autonomous-valet-parking-is-a-world-first/

Und so funktioniert’s: Wenn ein Autofahrer am Übergabepunkt ankommt, steigt er aus seinem Wagen und schickt ihn per App in eine freie Parklücke der Parkeinrichtung. Das Auto fährt entlang einer vorgegebenen Route und parkt am Zielpunkt ein – selbstständig und sicher. Später kann der Autofahrer sein Fahrzeug einfach wieder abholen, indem er es ebenfalls über die App zurück zum Übergabepunkt ruft. 

 

Eigentlich eine ganz einfache Idee, die Umsetzung ist jedoch enorm komplex. Trotzdem ist solch ein Automated Valet Parking System im  Mercedes-Benz Museum  in Stuttgart bereits in Betrieb.  

 

Es wurde in einem Gemeinschaftsprojekt von Bosch und Daimler entwickelt und basiert auf einer intelligenten Parkhausinfrastruktur: Entlang der Fahrstraßen sind Sensoren angebracht, die das System mit den nötigen Informationen versorgen, um die Fahrzeuge sicher durch das Parkhaus zu navigieren. 

 

Dies ist nicht die erste Zusammenarbeit von Daimler mit einem anderen Anbieter, der technische Teile wie Sensoren liefert. Der Grafik- und Displaygigant Nvidia beispielsweise kümmert sich um die Bildverarbeitungstechnologie, die fahrerlosen Autos ermöglicht, die Straße vor sich zu „sehen“. 

 

Wissenschaftler von AUTOPILOT sehen die Zukunft jedoch in einem flexibleren Ansatz. Im Rahmen des Projekts beschäftigen sie sich eingehend mit Entwicklungspartnerschaften für Automatisierungstechnik wie Sensoren, LiDAR, künstlicher Intelligenz und verschiedenen Technologien, die in fahrerlosen Autos eingesetzt werden, sowie mit dem Internet der Dinge. So könnten die Informationen über freie Parkplätze laut Marcus Müller, Wissenschaftler am DLR, von einer komplett autonomen, vernetzten Drohne gesammelt und weitergegeben werden. „Anders als fest installierte Kameras kann eine Drohne flexibel eingesetzt werden“, erklärt er. „Zum Beispiel über Parkplätzen ohne Infrastruktur oder nur temporär genutzten Parkflächen, wie einem Feld bei einem Festival.“  

 

Auch Parklücken an Straßen würden von der Drohne erkannt. Und auch die Autos könnten Informationen zu freien Parkplätzen übermitteln, sobald ihre Technik dafür intelligent genug ist. Insgesamt könnte so eine riesige, sich ständig aktualisierende Datenbank entstehen, die autonomes Parken unterstützt. 

 

Zurzeit sind wir jedoch noch weit von solchen Lösungen entfernt. Auch wenn die Technik dafür in greifbarer Nähe ist, muss zumindest erst einmal eine Level-3-Autonomie gesetzlich geregelt und zugelassen werden – und dieser Prozess ist bisher noch nicht angelaufen. 

 

 

Die Zukunft des Parkens

 

Automatisierung macht das Parken nicht nur einfacher, sondern sorgt auch für eine effizientere Raumnutzung. Da die Fahrer nicht mehr direkt am Parkplatz aus- und einsteigen müssen, können die Fahrzeuge enger nebeneinander stehen, sodass auf der gleichen Fläche mehr Autos untergebracht werden können. 

 

Und der Fahrer könnte sich endlich nur auf das konzentrieren, was er erledigen muss: Sein Auto würde ihn zur Arbeit, zum Einkaufszentrum oder zum Stadion bringen und sich dann selbst auf die Parkplatzsuche begeben oder zu einem vorher gebuchten Platz fahren. Das erspart dem Fahrer viel Zeit und Stress – und spart außerdem Benzin und damit CO2. 

 

Durch den technologischen Fortschritt könnte auch das Parken an sich der Vergangenheit angehören. Wenn Autos geteilt würden oder auch ohne uns Besorgungen machen könnten – ist das Parken dann noch notwendig?  

 

Durch die Einführung von immer mehr Parkassistenzfunktionen in neuen Autos müssen wir das Parkmanöver in vielen Autos schon heute nicht mehr selber ausführen. Komplett autonome Fahrzeuge wird es zwar nicht in naher Zukunft geben. Das Parken, wie wir es heute kennen, wird jedoch sehr wahrscheinlich bald der Vergangenheit angehören. Mindestens müssen wir schon bald nicht mehr auf der Suche nach einem freien Parkplatz durch die Straßen fahren. Apps wie parkpocket weisen den Weg schon heute in eine Zukunft ohne Parkstress.  

 

 

Freust du sich auf ein Leben ohne Parkstress? Würdest du dein Auto einfach alleine parken lassen? Diskutiere mit – unten im Kommentarbereich. 

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